NORMAN HOPPENHEIT – DREESCH

WORPSWEDER KUNSTHALLE

Der 1984 in Schwerin geborene Fotograf Norman Hoppenheit kehrt zurück in die Welt seiner Kindheit. Der Dreesch, eine Plattenbausiedlung, in der er bis kurz nach der Grenzöffnung aufwuchs, erscheint ihm in der Rückschau als ein sonnendurchfluteter Spielplatz. Doch die Realität, die er vorfindet und mit der Kamera dokumentiert, ist eine andere. Mit seinen Erinnerungen verbundene Plätze scheinen dem Verfall preisgegeben, die Häuser und Außenanlagen verwahrlosen und immer mehr Wohnungen stehen leer. Hoppenheit dokumentiert die Lebensrealitäten der heutigen Bewohner des Viertels. Und dennoch fotografiert er nicht nur Gesichter der Resignation und der Hoffnungslosigkeit. Die scheue Zärtlichkeit eines jungen Paares, eine frisch gestrichene weiße Wand und spielende Kinder vermitteln ein vielschichtiges Bild des Dreesch, der nicht mehr ist, wie er in der Erinnerung einmal war.

Norman Hoppenheit. Geboren 1984, lebt und arbeitet in Hamburg als Fotograf und Bildredakteur. Studierte Fotografie an der HAW Hamburg bei Prof. Vincent Kohlbecher und erforscht in seinen Arbeiten den gegenseitigen Einfluss von Menschen und ihren Lebensräumen. Norman Hoppenheits Arbeiten wurden mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet und in diversen Publikationenveröffentlicht.

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