IVANKA PENJAK – DER WEISSE FLRCK

WORPS­WEDER KUNST­HALLE

Ivanka Penjak nähert sich als Nach­ge­bo­rene den Spuren des eins­tigen Minis­te­riums für Staats­si­cher­heit der DDR. Der Titel der Reihe bezieht sich auf die Dar­stel­lung der hoch­ge­heimen Zen­trale des MfS in den Ost-Ber­liner Stadt­plänen als weiße Fläche ohne Straßen, Plätze und Gebäude. Heute ist dieses Gelände ebenso zugäng­lich wie das ehe­ma­lige Unter­su­chungs­ge­fängnis der Stasi in Hohen­schön­hausen. Beide Orte sind als Gedenk­stätten und Museen erschlossen und können heute, oft unter der Füh­rung ehe­ma­liger Häft­linge und Opfer, besucht werden. Die Foto­grafin doku­men­tiert die ehe­ma­lige Minis­te­r­e­tage der MfS­Zen­trale ebenso wie die bedrü­ckenden Zellen des Gefäng­nisses, die dazu dienten, Men­schen in Iso­la­ti­ons­haft zu halten und gefügig zu machen. Die Auf­nahmen dieser Täter­orte zeigt Ivanka Penjak men­schen­leer und in ihrer gesamten kli­ni­schen Ste­ri­lität und führt gleichsam die Bana­lität der Büro­kratie im ehe­ma­ligen Minis­te­rium für Staats­si­cher­heit vor.

Ivanka Penjak. Geboren 1988 in Nürn­berg, lebt und arbeitet in Berlin. Zunächst Aus­bil­dung zur Wer­be­fo­to­grafin. Im Januar 2018 Abschluss in Foto­jour­na­lismus und Doku­men­tar­fo­to­grafie an der Hoch­schule Han­nover mit dem Titel Bachelor of Arts. Ivanka Penjak arbeitet seit 2012 als selbst­stän­dige Foto­grafin.

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